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Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, aber versuchen wir es trotzdem mal: Eine Beschreibung von Civilization VI ... in unter 30 Runden! Auf der gamescom 2016 gab und gibt es noch bis Sonntag die Möglichkeit, die knapp ersten 30 Runden Civ VI als Qin Shi Huang, den ersten Kaiser Chinas, anzuspielen. Jeder, der einen der letzten Teile kennt, wird sich, wenn nicht schon im Hauptmenü, spätestens in der ersten Runde heimelig fühlen.

2KGMKT CivilizationVI Screenshot GreatWall 2

Zum Bau der Großen Mauer hat die Zeit leider nicht ganz gereicht.

Wir beginnen wie so oft mit einem Siedler und einer Kampfeinheit. Ohne lange zu zögern, legen wir unser erstes Städtchen in der nächstbesten Landschaft an und schicken unsere Einheit ins Unbekannte, um die nähere Umgebung zu erforschen. Wir stoßen auf die aus den Vorgängern bereits bekannten unabhängigen Dörfer, nach deren Besuch wir einen Forschungsboost, Geld, oder ähnliches erhalten. Auch die Stadtstaaten mit ihren zufälligen Missionen und Barbaren sind selbstverständlich wieder mit von der Partie. Unterdessen haben wir die erste Arbeitereinheit produziert, um Landschaftsverbesserungen zu bauen und stoßen auf die erste Neuerung: Die Arbeiter verfügen nur noch über eine begrenzte Anzahl an „Ladungen“ und sind nach drei Baumaßnahmen aufgebraucht. Die Anzahl der Verwendungen lässt sich über Forschung usw. später erhöhen. Somit wird ein bisher recht häufig auftretender Spielfaktor, nämlich das automatisieren von vielen Bauarbeitern ab einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel, entfernt. Im Gegenzug müssen aber auch keine Straßen mehr gebaut werden. Diese bilden sich, z. B. zwischen miteinander handelnden Städten, automatisch.

Zudem schreiten wir nun durch den Bau von Verbesserungen wie Steinbrüchen und Farmen in entsprechenden Forschungsfeldern weiter voran. Eine weitere Neuerung ist der Bau von Distrikten. Statt die Stadtzentren mit allen möglichen Arten von Gebäuden zuzubauen, können Felder im Einflussgebiet nun einem bestimmten Fokus zugewiesen werden. Zu einem der ersten baubaren Distrikte gehört eine religiöse Stätte. Auf diesem Feld können dann allerdings keine Landschaftsverbesserungen mehr bestehen. Die Distrikte können anschließend mit dem jeweiligen Fokus entsprechenden Gebäuden weiter aufgerüstet werden. Unser „Priesterviertel“ werten wir also zunächst mit einem Schrein auf.

Civ-6-3--pc-games

Cleopatra, Anführerin von Ägypten.

Mittlerweile sind wir der ersten anderen großen Zivilisation begegnet: Ägypten, angeführt von Cleopatra. Hier merkt man nun die erste auffällige Änderung des Design-Stils. Die Zivilisationsführer wirken in ihrer Darstellung sehr comic-hafter und entfremdet, im Gegensatz zum eher realistisch angehauchten Stil des letzten Teils. Obwohl Cleopatra uns direkt eine Gesandtschaft in unsere Stadt sendet, will sie zunächst nichts mit uns zu tun haben. Das chinesische Reich ist ihr wohl noch zu klein. Hoffentlich wurde das Diplomatiesystem noch ein bisschen weiter verfeinert und transparenter gestaltet. In der Vergangenheit waren manche Entscheidungen doch eher undurchsichtig.

Ganz besonders gefallen hat die Darstellung des Kriegsnebels. Anstatt sich als grauschwarzer Dunst über die Karte zu legen, wird er nun als stilisierte Karte dargestellt und erinnert an historische Landkarten aus dem 16. und 17. Jahrhundert. An dieser Stelle muss ich mich persönlich zum Urteil „entzückend“ hinreißen lassen. Die Karte kann nun mit Markierungen versehen werden, falls man sich eine bestimmte Stelle merken möchte, um sie später wieder zu finden. Außerdem gibt es nun ein besonderes Ansichtswerkzeug, das auf der Karte zusätzliche Informationen bzgl. Religion, Politik, Regierung anzeigen zu lassen. Erinnert ein bisschen an die diversen Filter aus SimCity.

2KGMKT CivilizationVI Screenshot Preview City-Mid-Fog

Im Hintergrund: Der Kriegsnebel.

Die letzte Verbesserung im Vergleich zu Civ V ist eine Änderung am System der Sozialpolitiken. Diese werden nun nicht mehr Stück für Stück über die Zeit freigeschalten, sondern können ähnlich wie die Technologien allmählich entwickelt werden. Zudem sind die Entscheidungen nicht in Stein gemeißelt, sondern können je nach Situation und Spielstil für die einzelnen Zweige (wie Militär, Wirtschaft und Forschung) angepasst und zusammengesetzt werden.

Fazit: Hübsch. Sehr hübsch. Abseits von der Optik sind viele sinnvolle und schöne Neuerung an Bord. Kenner der Reihe fühlen sich sofort wieder zurecht. Wer Teil fünf ausgelassen hat, sollte hier vielleicht wieder mal reinschnuppern. Wer den letzten Teil allerdings mit allen Erweiterungen noch genießt (zu dieser Gruppe zähle ich mich), möchte ggf. noch ein bisschen warten, bis auch Civ VI einiges mehr an zusätzlicher Tiefe gewonnen hat und mit dem gewachsenen Umfang von Civ V mithalten kann. Apropos Civ V: Das werde ich jetzt direkt mal wieder anschmeißen ... :)


Weitere Highlights der Gamescom 2016

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